Welcome Center in Braunschweig eröffnet

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Braunschweig. Oberbürgermeister Ulrich Markurth würdigte während der Eröffnungsfeier das Engagement aller Beteiligten und freute sich über das neue Angebot in der Stadt: „Braunschweig ist eine internationale Stadt, die stetig wächst und qualifiziertes Personal sowohl im Bereich Wissenschaft und Forschung als auch im Erziehungs- und Pflegesektor braucht. Mit dem Welcome Center werden Fachkräfte aus dem Ausland dabei unterstützt, hier Fuß zu fassen.“ Es sei zudem ein wichtiges Signal, dass es neben Braunschweig ein weiteres Welcome Center in Wolfsburg gebe. „Das zeigt, dass wir dieses Thema gemeinsam angehen und die Attraktivität der ganzen Region für ausländische Fachkräfte steigern wollen“, ergänzt Markurth. Auch Unternehmen, die offene Stellen mit zugewanderten Experten besetzen wollen, werden im Welcome Center beraten. Interessierte können ab sofort Beratungstermine an zwei Standorten in Braunschweig und Wolfsburg vereinbaren.

In Braunschweig ist das Welcome Center im BiZ der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar untergebracht. Für den Hausherrn Harald Eitge ist diese neue Institution eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zum bestehenden Angebot in der Region. Mit Blick auf den steigenden Fachkräftebedarf sei es zunächst wichtig, dass ausländische Fachkräfte und an der Region Interessierte bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt werden, indem sie in einem ersten Schritt gezielt an die richtigen Ansprechpartner vermittelt werden, sagte Eitge in seiner Begrüßung.

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Dass Unternehmen auch Unterstützung brauchen, weiß Michael Doering, Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen Versicherung Braunschweig: „Der Beratungsbedarf ist da, weil Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften zukünftig alternative Wege gehen müssen. Durch das Welcome Center können so eventuell vorhandene Barrieren abgebaut und mögliche Informationslücken geschlossen werden.“

Oliver Syring, Geschäftsführer der der Allianz für die Region GmbH, ergänzt: „Unsere Welcome Center-Managerinnen haben viele Erfahrungen in der Integrationsarbeit gemacht und wissen, welche Informationen Unternehmen und Fachkräfte aus dem Ausland benötigen.“ Sie seien beruflich und privat seit langem im interkulturellen Kontext tätig.

Die Spanierin Noemi Rodriguez López ist gelernte Reiseverkehrskauffrau und studierte Wirtschaftspsychologin. Nach Deutschland kam sie mit 18 Jahren und sammelte so ihre eigenen Erfahrungen bei der Integration. Sie unterrichtete mehrere Jahre Spanisch und lebte einige Zeit in China, wo sie an der Deutschen Internationalen Schule Changchun gearbeitet hat.

Maria Isabel Cáceres Guerrero, ebenfalls Spanierin, betreute in verschiedenen Positionen internationale Fach- und Führungskräfte. Als Mitbegründerin des Vereins International Women’s Association Region Braunschweig e.V. engagiert sie sich ehrenamtlich für die Belange von zugewanderten Frauen und deren Familien. Bei einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt in Schweden hat sie wie ihre Kollegin Noemi am eigenen Leib erfahren, was es heißt, sich zu integrieren und was nötig ist, um sich in einer fremden Arbeitswelt wohlzufühlen.

Sophie Kühn stammt aus der Region und hat mehrere Jahre im International Office der Technischen Universität Braunschweig gearbeitet. Durch ihre ehrenamtliche Teilnahme am Patenprogramm des „International Student Network“ und ihr Engagement beim „Internationalen Kreis der Carl Friedrich Gauß Freunde“ verfügt sie über zahlreiche Kontakte und kennt die Fragen, mit denen sich Menschen in einer neuen Lebenssituation beschäftigen müssen.

Interessierte können Termine für beide Standorte telefonisch oder per E-Mail vereinbaren unter 0531 86614050 bzw. 05361/ 8999341 und welcomecenter@allianz-fuer-die-region.de.

Weitere Informationen unter www.welcome-center-der-region.de.


  • deutschmichl

    Allein der Name „Welcome Center“ bereitet mir Übelkeit! Es ist ein Schlag in`s Gesicht derer, die jeden Tag für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Damit die ungebetenen „Gäste“ allimentiert werden, muss ich über 1/2 Jahr nur für den Staat (Steuern) arbeiten. Das ist einfach nur zum k…….