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frauenORT würdigt Domina Charlotte von Veltheim

Dem Wirken der Charlotte von Veltheim haben die Helmstedter viel zu verdanken. Durch die Ernennung Helmstedts zum frauenOrt wird ihr Engagement 100 Jahre nach ihrem Tode gewürdigt.

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Dr. Ursula Röper, Domina Mechthild von Veltheim und Gleichstellungsbeauftragte Katrin Morof erörtern das Wirken der Charlotte von Veltheim. Nicht auf dem Foto: Simone Teschner (SBK) sowie Marita Sterly.

Dr. Ursula Röper, Domina Mechthild von Veltheim und Gleichstellungsbeauftragte Katrin Morof erörtern das Wirken der Charlotte von Veltheim. Nicht auf dem Foto: Simone Teschner (SBK) sowie Marita Sterly.

Schon als 16-Jährige übernahm Charlotte von Veltheim 1848 das Amt der Domina des Klosters St. Marienberg, welches sie vor große Aufgaben stellte. Dazu gehörten die christliche Erziehung junger Mädchen sowie eine Professionalisierung der Arbeit im diakonischen Wesen. Doch trotz ihrer Jugend erfüllte die junge Frau die aus ihrem Amtseid hervorgegangenen Aufgaben mit Bravour.

„Auch die HELIOS St. Marienberg Klinik ist einer Initiative der Charlotte von Veltheim zu verdanken“, erklärt Katrin Morof, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreis Helmstedt. Während des Baus der Eisenbahnstrecke nahe Helmstedt nach Magdeburg ersuchten verletzte und erkrankte Arbeiter Hilfe im Kloster. „Zuerst quartierte man sie in leerstehenden Räumen ein, ab 1876 erfolgte dann der Ausbau des Westflügels zur Krankenstation“, weiß Morof zu berichten. 1883 entstand schließlich mit Hilfe öffentlicher Mittel der Neubau des heutigen HELIOS Krankenhaus St. Marienberg.

Um diese und viele weite Leistungen zu würdigen, erklärte der Landesfrauenrat Niedersachsen Helmstedt zum 100. Todestag der Charlotte von Veltheim zum frauenORT. Hierdurch soll in Kooperation mit der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, dem Landkreis Helmstedt sowie dem Kloster St. Marienberg ihr Leben und Wirken anhand von vier Ausstellungen sowie einem abwechslungsreichen Begleitprogramm gewürdigt werden.

„Der Landesfrauenrat hat diese Initiative vor einigen Jahren mit dem Zweck ins Leben gerufen, das Wirken herausragender Frauen mit den Trägern vor Ort zu beleuchten. Es handelt sich um ein kulturhistorisches Projekt welches Frauen gilt, die in der öffentlichen Wahrnehmung trotz ihrer großen Leistungen oftmals nicht so präsent sind“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

Zwei Ausstellungen beginnen am kommenden Samstag, den 12. Mai. Parallel zu „Kloster verpflichtet?“ im Kloster St. Marienberg findet die Ausstellung „Karbol und Kardiologie“ im HELIOS Krankenhaus St. Marienberg statt.

Auf eine Veranstaltung freut Marita Sterly, Leiterin des Kreismuseums, sich ganz besonders: „Wir machen eine Ausstellung die zeigt, wie sich das Frauenleben im 19. Jahrhundert abgespielt hat. Sie beinhaltet Fotografien von Frauen. Damals war es üblich, anstelle einer Visitenkarte ein Foto von sich herauszugeben. Solche Fotos wurden in Alben gesammelt. Erhaltene Bilder konnten wir digitalisiert und so der Öffentlichkeit zugänglich machen“, ergänzt sie.

Weitere Informationen zu den Ausstellungen sowie dem Rahmenprogramm gibt die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz auf ihrer Internetseite preis. Das für den 18. Juni angesetzte Lichtkonzert im Kloster wird schon jetzt als einer der Höhepunkte der Veranstaltungsreihe gehandelt.

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  • Schmidt

    Schade, dass die Helmstedter nix von ihrer oder kaum von der Helmstedter Geschichte wissen oder wissen wollen.